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Stimmungsschwankungen
– wie gehe ich damit um?

Von Jana Kühnler

Stimmungsschwankungen als Belastung in der Schwangerschaft

Jeden Tag wieder war ich

gespannt darauf, ob mich

meine Frau freudestrahlend

empfängt oder ob sie weinend

auf dem Sofa liegt


Ich kam nach Hause und öffnete vorsichtig die Tür. Jeden Tag wieder war ich gespannt darauf, ob mich meine Frau freudestrahlend empfängt oder ob sie weinend auf dem Sofa liegt. Die Schwangerschaft macht ihr zu schaffen und ich leide unter den Stimmungsschwankungen. Als wir ein Baby geplant haben, war uns natürlich bewusst, dass sich unser Leben stark verändern wird. Ich gebe aber offen zu, dass ich nicht mit dem gerechnet habe, was dann kam. Der Tag, an dem der Schwangerschaftstest positiv wurde, war für uns ein ganz besonderer Tag. Wir haben gemeinsam auf das Teststäbchen geschaut und wollten wissen, ob der zweite Strich erscheint.

 

Als er tatsächlich zu sehen war, begann mein Herz schneller zu schlagen und ich wirbelte meine Frau durch die Luft. Dann setzte ich sie langsam ab und sagte ihr, dass wir ab jetzt viel vorsichtiger sein müssen. Sie darf sich nicht mehr so anstrengen, denn nun wächst unser Baby in ihrem Bauch. Die nächsten Tage gingen wir wie auf Wolken. Ich begleitete sie zum ersten Termin beim Arzt. Wir sahen zusammen das Herzchen schlagen und wir machten Pläne. Es war magisch. Doch dann zogen dunkle Wolken auf.

 

 

Natürlich habe ich schon davon gehört, dass Frauen in der Schwangerschaft häufig unter Stimmungsschwankungen leiden. Oft wird dies jedoch eher mit einem Zwinkern erwähnt und schon klingt es nur noch halb so schlimm. Daher habe ich mir nichts dabei gedacht, als meine Frau plötzlich anders wurde. Sie hinterfragte plötzlich viel, wollte wissen, wie wir das finanziell mit dem Baby machen und was wäre, wenn sie dick bleiben würde. Zu Beginn habe ich noch gelächelt und versucht, ihr ihre Ängste zu nehmen. Bald schon wurden die Stimmungsschwankungen aber für uns beide zu einer Belastung.

Raus aus dem Gedankenkarussell

Wenn die Ängste den Alltag kontrollieren

Ich musste arbeiten gehen und meine Frau war krank geschrieben durch ihre starke Übelkeit. Sie übergab sich mehrfach am Tag, war müde und verbrachte die ganze Zeit auf dem Sofa. Vielleicht war dies ein Auslöser dafür, dass sie stark von den Stimmungsschwankungen betroffen war. Wie schlimm es wirklich war, merkte ich aber erst, als ich mich nach der Arbeit immer häufiger mit Freunden traf, damit ich nicht nach Hause musste. Ich machte Überstunden und hoffte, dass sie schon schlief, wenn ich kam. Das war natürlich genau der falsche Weg. Sie war wütend auf mich und ließ diese Wut auch an mir aus, wenn ich zu Hause war. Sie warf mir vor, ich würde sie allein lassen und ich merkte, dass diese schönen Kuschelzeiten, die wir beide so genossen haben, immer weniger wurden.

Als wir an einem Abend wieder dabei waren, uns zu streiten, brach sie weinend zusammen. Sie sagte mir, dass sie nicht mehr kann und sich wünschte, sie wäre nie schwanger geworden. Die Hormone hatten sie komplett im Griff und ich habe ihnen ein leichtes Spiel gelassen, weil ich nicht da war. Ich nahm sie in den Arm und entschuldigte mich bei ihr. Dann entschied ich mich dafür, die nächsten Tage frei zu nehmen. Natürlich kann nicht jeder werdende Vater spontan einfach frei nehmen. Wenn die Möglichkeit jedoch besteht, dann empfehle ich Euch, das zu tun.

Ich wusste nun, dass ich etwas tun muss, um meine Frau auf andere Gedanken zu bringen. Also überlegte ich mir kleine Aufmerksamkeiten, die ihr zeigen sollten, dass ich sie verstehe. Wir nahmen uns Zeit für ein Frühstück, soweit ihre Übelkeit das zugelassen hat. Bei diesem Frühstück sprachen wir über ihre Ängste und Sorgen. Ich stellte fest, dass die Stimmungsschwankungen sehr stark ausgeprägt waren, denn es gab Momente, da war ihr gar nichts anzumerken. Dann dauerte es keine zwei Minuten und schon war sie wieder traurig und enttäuscht.

Ich forderte sie häufiger zu einem Spaziergang auf und behielt dies auch bei, als ich wieder arbeiten ging. Wir gingen am Abend noch einmal eine Runde vor die Tür und genossen die frische Luft, dadurch war sie in Bewegung. Am Morgen stellte ich mich hin und schnitt ihr viel Obst und Gemüse für den Tag. Nach den ersten 12 Wochen ging meine Frau auch wieder arbeiten. Das Obst nahm sie mit und aß es über den Tag verteilt. Dadurch ging es ihr schon deutlich besser.

 

In der Zeit, in der ich frei genommen habe, sind wir auch noch einmal gemeinsam zum Frauenarzt gegangen. Ich konnte meine Frau dazu überreden, denn sie hat selbst festgestellt, dass sie Hilfe braucht. Im Gespräch mit der Ärztin haben wir uns entschieden, dass wir erst einmal gemeinsam versuchen, die Stimmungsschwankungen in den Griff zu bekommen. Gleichzeitig konnte meine Frau noch einmal Fragen stellen, die ihr auf dem Herzen lagen. Zudem haben wir eine Hebamme gesucht. Als diese gefunden war, ging es meiner Frau schon deutlich besser. Die Hebamme ist auf sie eingegangen und hat ihr ein paar homöopathische Mittel empfohlen.

Mit jeder Woche in der Schwangerschaft, ist meine Frau aus dem Tief mehr herausgekommen. Ich weiß, dass dies nicht allein mein Verdienst ist. Sie hat mir aber einmal gesagt, dass ich ihr sehr geholfen habe.

Einfach da sein und Verständnis haben

Ich kann allen werdenden Vätern nur empfehlen, die Stimmungsschwankungen ernst zu nehmen. Schnell kann daraus sonst eine Depression werden, die sich bis nach der Entbindung zieht. Auch wenn die Ängste oder Sorgen von Deiner Frau noch so lapidar klingen – nimm sie ernst. Mache keine trockenen Witze und sprich mit ihr in einem ruhigen Moment.

Übrigens: Auch Männer können von den Ängsten und Stimmungsschwankungen betroffen sein. Dies sollte ebenfalls zum Thema gemacht werden.

 

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