Was tun gegen Wassereinlagerungen?

Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft sind keine Seltenheit. Dein Körper speichert das Wasser und da kann es auch passieren, dass zu viel davon im Gewebe eingelagert wird. Dadurch kommt es zu Schwellungen in Deinem Körper. Gerade im letzten Drittel der Schwangerschaft ist die Gefahr für Einlagerungen groß.

Ursachen für Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft

Die starken Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft werden auch als Ödeme bezeichnet. Mit Wasser in den Beinen bist Du allerdings nicht allein, sondern sogar in guter Gesellschaft. So wird vermutet, dass für die vermehrten Einlagerungen in der Schwangerschaft das Hormon Progesteron sorgt. Dabei zeigen sich die Einlagerungen vermehrt in den Beinen, an den Knöcheln sowie an den Händen und Fingern. Ein Grund zur Sorge ist es erst einmal nicht. Hast Du jedoch relativ plötzlich sehr starke Wassereinlagerungen, ist es wichtig, das abklären zu lassen. Dies kann auf eine mögliche Gestose hindeuten. Dein Frauenarzt wird jedoch bei jeder Untersuchung prüfen, ob die Wassereinlagerungen sich noch im Rahmen bewegen.

Das kannst Du tun – die Beine hochlegen

Es ist leichter gesagt als getan, schließlich musst Du vor der Entbindung noch recht viel organisieren. Dennoch: Wenn sich Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft zeigen, dann solltest Du Deine Beine hochlegen. Achte darauf, dass Dein Becken tiefer liegt als Deine Beine. Du kannst Deine Beine beispielsweise auf ein Kissen oder eine Decke legen. Empfehlenswert ist dies vor allem dann, wenn Du merkst, dass Deine Beine immer mehr anschwellen. Dies ist meistens der Fall, wenn Du viel unterwegs bist. Das Beine hochlegen bringt Entlastung für Dich und Deinen Körper.

Achte auf Deine Ernährung

Ein sehr guter Hinweise, um den Einlagerungen entgegenzuwirken, ist der Tipp, einen Blick auf die Ernährung zu werfen. Früher wurde empfohlen, dass Frauen, die sehr viel Wasser im Körper haben, auf eine salzarme Ernährung umsteigen sollen. Mach das bitte nicht. Der Nutzen wurde inzwischen widerlegt. Genieße ganz normal weiter Dein Essen mit Salz. Was Du jedoch tun kannst ist, Dich deutlich eiweißreicher zu ernähren. Nimm genug Flüssigkeit zu Dir. Viele Frauen reduzieren die Flüssigkeitszufuhr, weil sie Angst haben, dass sonst noch mehr Wasser im Körper bleibt. Das ist aber verkehrt. Trinke mindestens zwei Liter Wasser, verdünnten Saft oder auch ungesüßten Tee.

Hinweis: Bitte verzichte auf abführende Getränke oder die Einnahme von Tabletten. Spätestens nach der Schwangerschaft wird das Wasser wieder aus Deinem Körper verschwinden.

Sanfte Bewegung genießen

Bei Wasser in den Beinen oder auch in den Armen musst Du nicht die ganze Zeit liegen. Zwar ist es möglich, dass bei sehr starken Einlagerungen ein Aufenthalt im Krankenhaus notwendig wird. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Wirke den starken Einlagerungen entgegen und sorge dafür, dass Du in Bewegung bleibst. Es gibt einige Sportarten, die Du sehr gut in der Schwangerschaft machen kannst und die Bei Ödemen helfen können. Dazu gehört beispielsweise die Wassergymnastik. Auch Walken sowie Fußgymnastik sind bei Wasser in den Beinen eine sehr gute Wahl.

Tipp: Sprich Dich hier mit Deiner Hebamme ab. Sie kann Dir helfen, einen für Dich geeigneten Sport zu finden und einen Ernährungsplan zu erstellen, mit dem sich etwas gegen die Wassereinlagerungen unternehmen lässt.

Veröffentlicht am 23.02.2018
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